Familientag der Feuerwehr Bubenreuth – Ein Dankeschön an die Familien
Einsatzbereitschaft, Übungen, Lehrgänge und zahlreiche weitere Termine gehören zum Feuerwehralltag. Für die aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner bedeutet das viele Stunden, die sie für die Feuerwehr aufbringen – und damit gleichzeitig Stunden, in denen ihre Familien auf sie verzichten müssen. Genau hier setzt der traditionelle Familientag des Feuerwehrvereins Bubenreuth an: Er ist ein herzliches Dankeschön an all jene Familien, die das ehrenamtliche Engagement ihrer Angehörigen mittragen und unterstützen.
Auch in diesem Jahr hatte sich der Feuerwehrverein wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Pünktlich um 9 Uhr trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Feuerwehrgerätehaus in Bubenreuth. Ein Bus des ASB Forchheim stand bereits bereit und brachte die Familien bequem zu ihrem ersten Ziel: Burgthann-Schwarzenbach am historischen Ludwig-Donau-Main-Kanal.
Dort wartete bereits ein ganz besonderes Erlebnis auf die Gruppe. An der Anlegestelle des alten Ludwig-Donau-Main-Kanals wurden die Bubenreuther vom Kapitän und seiner Mannschaft des historischen Treidelschiffs „Elfriede“ empfangen. Auch Fritzi, ein stolzer Kaltblüter, stand bereits bereit, um das Schiff auf traditionelle Weise in Bewegung zu setzen.
++ Mit dem Pferd auf historischen Spuren ++
Die anschließende Fahrt auf dem alten Ludwig-Donau-Main-Kanal war für viele Teilnehmer ein besonderes Erlebnis. Fast lautlos glitt die „Elfriede“ über das Wasser, während Fritzi das Schiff vom Uferweg aus zog. Genau diese Art der Fortbewegung – das sogenannte Treideln – prägte einst den Schiffsverkehr auf dem historischen Kanal.
Der zwischen 1836 und 1846 errichtete Ludwig-Donau-Main-Kanal verband Donau und Main und galt seinerzeit als bedeutendes technisches Meisterwerk. Bereits 1845 waren erste Treidelschiffe unterwegs, bevor der Kanal 1846 offiziell eröffnet wurde. Die Frachtschiffe wurden dabei nicht mit eigener Motorkraft bewegt, sondern von Pferden oder anderen Zugtieren an einem Seil vom Ufer aus gezogen. Die rund 178 Kilometer lange Strecke zwischen Kelheim und Bamberg umfasste insgesamt etwa 100 Schleusen. Für die gesamte Fahrt wurden damals mehrere Tage benötigt.
Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes verlor der Kanal allerdings schon wenige Jahrzehnte nach seiner Eröffnung zunehmend an Bedeutung für den Gütertransport. Die Eisenbahn erwies sich als schneller und wirtschaftlicher. Heute sind noch Teile des historischen Kanals erhalten und erinnern an diese besondere Epoche der bayerischen Verkehrs- und Technikgeschichte.
In Burgthann wird diese Geschichte bis heute lebendig gehalten. Mit der „Elfriede“ kann man wieder so über den alten Kanal fahren, wie es die Menschen vor mehr als 165 Jahren erlebt haben dürften.
Für die Bubenreuther Familien war die gemütliche Fahrt deshalb nicht nur eine willkommene Auszeit vom Alltag, sondern gleichzeitig eine kleine Zeitreise. Ruhig und beschaulich zog Fritzi die „Elfriede“ über das Wasser, während die Teilnehmer die Landschaft und die besondere Atmosphäre des alten Kanals genießen konnten.
++ Gemeinsames Mittagessen und weiter nach Neumarkt ++
Nach der gelungenen Treidelfahrt wartete bereits die nächste Station auf die Ausflügler. Im Gasthaus „Zum Ludwigskanal“ konnten sich die Teilnehmer bei einem gemeinsamen Mittagessen stärken. Bei gutem Essen und geselligem Beisammensein blieb natürlich auch ausreichend Zeit für Gespräche und den Austausch untereinander.
Anschließend setzte die Gruppe ihre Fahrt mit dem Bus in Richtung Neumarkt in der Oberpfalz fort. Dort stand mit der Burgruine Wolfstein ein weiteres historisches Ausflugsziel auf dem Programm.
Nach einer kurzen Wanderung erreichten die Familien die imposante Burgruine, die weithin sichtbar über Neumarkt thront und zu den Wahrzeichen der Stadt zählt. Die Burganlage steht auf dem 588 Meter hohen Wolfsteinberg und reicht in ihren ältesten Teilen bis in die Romanik zurück. Besonders markant ist der erhaltene Bergfried. Auch Teile der ehemaligen Burganlage und des spätgotischen Palas sind noch heute zu sehen.
Bei der Besichtigung konnten die Teilnehmer in die Geschichte der mittelalterlichen Burg eintauchen und gleichzeitig den herrlichen Blick über Neumarkt und die Umgebung genießen. Auch der erst 2026 wieder vollständig zugänglich gemachte Burgzugang konnte genutzt werden.
Nach der Besichtigung und dem anschließenden Abstieg ging es für die Gruppe zur Aussichtsterrasse Sammüller. Dort ließen sich die Bubenreuther noch einmal kulinarisch verwöhnen und konnten den ereignisreichen Tag bei Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien gemütlich ausklingen lassen.
++ Ein herzliches Dankeschön ++
Gegen 17:30 Uhr hieß es schließlich, die Heimreise nach Bubenreuth anzutreten. Hinter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern lag ein abwechslungsreicher Tag mit Geschichte, Natur, kulinarischen Genüssen und vor allem viel Zeit für das gemeinsame Miteinander.
Am Ende waren sich alle einig: Es war ein rundum gelungener und wunderschöner Familientag.
Ein besonderer Dank des Feuerwehrvereins gilt der Familie Toka, die die Idee für diesen besonderen Ausflug hatte und die Organisation des gesamten Tages übernommen hat. Mit viel Engagement wurde ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das bei Groß und Klein für Begeisterung sorgte.
Der Familientag zeigt einmal mehr, dass hinter dem ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehr nicht nur die aktiven Einsatzkräfte stehen. Auch die Familien leisten ihren wichtigen Beitrag, indem sie ihre Partnerinnen und Partner immer wieder für Übungen, Einsätze, Lehrgänge und andere Feuerwehrtermine entbehren müssen.
Der Feuerwehrverein Bubenreuth sagt deshalb: Danke an alle Familien, die unsere Feuerwehr unterstützen und das Ehrenamt mittragen!
Bericht und Bilder: Jochen Schuster, Pressestelle Feuerwehr Bubenreuth